Kunst
Was lernt man im Kunstunterricht?
"Malen? Ach, und ... Zeichnen? Hmmm ..."
Kunstunterricht ist ästhetische Erziehung im visuellen Bereich und trägt dazu bei das Leben ästhetisch zu bewältigen. Kunstunterricht fördert Ausdrucks- und Wahrnehmungsvermögen, vermittelt Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten für das kreative Herstellen und Gestalten von Bildern. Wesentlich ist das Umsetzen eigener Ideen in angemessenen künstlerischen Ausdrucksformen. Kunstunterricht setzt sich analysierend und interpretierend mit Werken der bildenden Kunst auseinander. Übergreifend ist die Vermittlung von Verständnis für tiefgreifende künstlerische Prozesse. Durch fundierte Korrektur und Offenlegung von Beurteilungskriterien soll eine selbständige Einschätzung der künstlerischen Leistung ermöglicht werden.

Kunst - viel mehr als nur Zeichnen
Kunstlehrerinnen und -lehrer
Herr Dieler
Frau Höper
Frau Lucht
Herr Pirnack
Frau Werner-Bermaoui
Beispielhafte Darstellung des Kompetenzbereichs
„Verstehen und Anwenden von Bildsprache“ für die allg. Bildung und die Studierfähigkeit"
(Der Begriff Bild umfasst dabei alle Formen bildnerischen Ausdrucks: interne Vorstellungsbilder sowie Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Fotografie, Plastik/Skulptur, Video, Performance, …)
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Methodenrepertoire Kunst
Ein reflektiertes Umgehen mit Bildern erfordert zunächst methodische Erfahrungen, die im Bildherstellungsprozess erworben werden können. Fachmethodisches Handeln im Kunstunterricht lässt sich auf folgende Aspekte hin gliedern:
Herstellungsprozesse
| Methode | Erläuterung |
| Bilder herstellen | Nachvollziehen, nachbilden, imaginieren, erfinden, Bilder bearbeiten, bildnerische Verfahren anwenden, bildnerische Mittel einsetzen, Bilder in ihrer Herstellung begreifen |
| Bilder im Herstellungsprozess betrachten | Bilder in ihrer Herstellung betrachten, Bilder in verschiedenen Perspektiven betrachten |
| Bilder im Herstellungsprozess beschreiben | Bildnerische Mittel beschreiben, Bildelemente benennen, Bildmaterial benennen, Bildgegenstände bezeichnen, Bildoberflächen beschreiben |
| Bilder im Herstellungsprozess bedeuten | Bedeutungsvoll gestalten, Bildelemente bedeuten, Bildelemente in ihrer Wechselwirkung bedeuten, im Dialog mit dem Zwischenprodukt/Herstellungsprozess neu deuten |
| Bildherstellungsprozesse reflektieren | Entstehungsprozesse von Bildern beschreiben, das eigene Bild im Zusammenhang mit anderen betrachten, andere Sichtweisen auf das eigene Bild annehmen, hergestellte Bilder präsentieren und beurteilen |
Neben dem, was im Herstellungsprozess über Bilder gelernt werden kann, steht die methodische Auseinandersetzung mit vorgefundenen oder vorgegebenen Bildern bzw. Werken der Bildenden Kunst. Im Kunstunterricht wird die Wahrnehmung an Bildern allgemein und Kunstwerken im Besonderen geschult und vermittelt. Es wird gelernt, wie Bilder und Kunstwerke im Kontext analysiert und beurteilt werden können.
Bildanalyse
| Methode | Erläuterung |
| Bilder wahrnehmen | Einen ersten Eindruck festhalten, sich vom ersten Eindruck lösen, eingehend betrachten, ein Bild in seiner Materialität erfassen, ein Bild in seiner bildnerischen Struktur erfassen, Motive im Bild erfassen, Zusammenhänge im Bild erfassen, das Bild untersuchen, sich mit dem Bild auseinandersetzen, Fragen an das Bild stellen, eigene Antworten entwerfen |
| Bilder zu anderen Bildern in Beziehung setzen | Zum eigenen, inneren Bildervorrat in Beziehung setzen, mit anderen Bildern vergleichen, Bilder sammeln und ordnen etwa nach: Herstellungsverfahren, Motiven, Entstehungszeiträumen, Wirkungen, Bildträgern, Formaten, bildnerischen Konzepten, Perzepte formulieren, Bilder in Kontexte stellen, in Kontexten wahrnehmen, Wechselwirkungen von Bild und Kontext wahrnehmen, Bilder in ihrer Unterschiedlichkeit konfrontieren |
| Bilder im Kontext beurteilen | Hinsichtlich bildnerischer Qualitäten, hinsichtlich stilistischer Zuordnung/Qualität, hinsichtlich ihrer Wirkung, hinsichtlich ihrer Geschichtlichkeit, Bilder sich und anderen erklären |
| (Quelle: Kunst + Unterricht, Sammelband Methodisch Handeln, [2008]) |
Weiterführende Informationen
Bitte entnehmen Sie die Informationen über die curricularen Vorgaben folgenden Quellen:
Curriculare Vorgaben für den Kunstunterricht Klasse 5 und 6: http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/4_kunst_gym_5.pdf
Rahmenrichtlinien für den Kunstunterricht Klasse 7 bis 10; Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.): Rahmenrichtlinien für das Gymnasium. Klasse 7 – 10. Kunst. Hannover 1986
Einheitliche Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung für die Bildende Kunst: http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/epa_kunst.pdf
Verbindliche Themen für das Zentralabitur im Fach Kunst: http://www.nibis.de/nli1/gohrgs/zentralabitur/za09_uebersicht.htm
Kontrolle und Leistungsbewertung
In der Sek I liegt der Schwerpunkt auf den Ergebnissen der künstlerischen Praxis. Die Beurteilung einer mündlichen Leistung beruht auf der Mitarbeit bei der Erarbeitung von Aufgabenstellungen, in der Umsetzung von Bedingungen der Aufgabenstellungen und der Beachtung von Kriterien zur Beurteilung. Weiterhin von Bedeutung ist die Mitarbeit bei Nachbesprechungen von Schülerarbeiten und auch deren Präsentation.
Wesentlich ist insgesamt die Beobachtung und Begutachtung eines fortschreitenden Entwicklungsprozesses, in dem deutlich werden soll, dass Schüler Korrekturen, Anregungen und Hinweise aufnehmen können und entsprechend umsetzen.
Beurteilungsmaßstäbe
| künstlerische Praxis | sonstige Leistungen | |
| Klasse 5/6/7 | 85% | 15% |
| Klasse 8/9 | 80% | 20% |
| E-Phase | 70% | 30% |










